



Das besondere Projekt
+++ Renovierung der Annakapelle im Kloster Marienstatt +++
Die bewegende Geschichte des im Westerwald gelegenen Zisterzienserklosters Marienstatt beginnt Anfang des 13. Jahrhunderts. Auf der Suche nach einem geeigneten Platz für sein Kloster soll dem Abt Hermann der Sage nach im Traum die Jungfrau Maria erschienen sein, die ihm mitten im Winter einen blühenden Weißdornbusch zeigte, wo das neue Kloster erbaut werden sollte. Auf dieser Begebenheit beruht der Name des Klosters: Stätte Mariens - Marienstatt.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden an den historischen Klostergebäuden eine Vielzahl baulicher Veränderungen und Renovierungen durchgeführt. Die ehemals barocke Annakapelle aus dem 18. Jahrhundert musste in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts dem Neubau des Gymnasiums Platz machen.
Die neu erbaute, 1959 eingeweihte Annakapelle wird heute für eine Vielzahl von schulischen, kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen genutzt. Um für diese vielseitigen Verwendungen ein zeitgemäßes, funktionales Ambiente zu schaffen, wurde die Annakapelle vollständig renoviert und ein völlig neuer Fußboden eingebaut.

Da die Baumaßnahme in den Ferienzeiten des Gymnasiums durchgeführt werden musste, war in allen Phasen der Planung und Realisierung Schnelligkeit gefragt. Nach dem Entfernen des vorhandenen Bodens und der Installation einer Fußbodenheizung wurde von zebo ein schnell trocknender Thermorapid- Heizestrich zur fugenlosen Verlegung eingebaut. Um lose Teilchen und Verunreinigungen zu entfernen und die Oberfläche offenporig und aufnahmefähig zu machen, wurde der Heizestrich nach Trocknung kugelgestrahlt und eine ECC-Haftgrundierung aufgebracht, um einen optimalen Verbund zum Oberboden zu gewährleisten. Die Herstellung des Oberbodens erfolgte mit einer zementgebundenen Ausgleichsmasse der Marke "SILATEX Megaplan", die anschließend mit einem "All-in-one-Top-Coating" der Marke Megatop, in der Farbe steingrau versiegelt wurde.
Eine Besonderheit des neuen Bodenbelags ist ein großes "A", das als künstlerisches Element in den Fußboden integriert wurde. Das große "A" steht als Initial für Annakapelle, Anfang und Abtei und verbindet die Annakapelle symbolisch mit den Fußböden der angrenzenden Räume. Zum Abbilden des überdimensionalen Buchstabens wurde ein 380 Mio. Jahre alter Lahm-Marmors verlegt, der durch Dehnungsprofile von dem übrigen Boden getrennt ist.

Sowohl der Einbau der Dehnungsprofile als auch die Montage mehrerer Wartungsschächte an den beiden Längsseiten des Fußbodens erforderten ein Höchstmaß an Präzision. Denn bereits bei geringfügigen Höhenabweichungen hätte die überaus dünnflüssige Ausgleichsmasse hervorstehende Kanten erzeugt oder Dehnungsprofile, Marmorfläche und Kontrollschächte überfüllt. Bleibt noch zu erwähnen, dass der neue Bodenbelag zunächst manuell und anschließend mit einer High-Speed-Poliermaschine eingepflegt wurde, um einen idealen und strapazierfähigen Oberflächenschutz zu erzielen.
Übrigens - der neue Fußboden der Annakapelle konnte rechtzeitig fertig gestellt werden, sodass die Schüler des privaten Gymnasiums Marienstatt die renovierten Räumlichkeiten uneingeschränkt und ungestört von Bauarbeiten nutzen konnten.

