



Das besondere Projekt
+++ Gemeinschaftskrankenhaus Maria Hilf, Bad Neuenahr +++
In einem neuen Anbau, der direkt mit dem Intensivbereich des Hauptgebäudes verbunden ist, wurden 4 weitere OP-Räume zur Erweiterung der Intensivstation errichtet. Ein wesentlicher Bestandteil der Baumaßnahme war der Fußbodenbau - vom Herstellen des schwimmenden Zementestrichs über das Verlegen des Boden- und Wandbelags bis hin zum Auftragen des optimalen Oberflächenschutzes.

Eine besondere Herausforderung bei der Herstellung und Verlegung des Fußbodens bestand in der konsequenten Umsetzung der bestehenden Hygienevorschriften. Insbesondere das Ausformen von Innen- und Außenecken sowie das Verschweißen der Nähte zwischen Bodenbelag und Hohlkehl-Sockelleiste erfordert ein hohes Maß an Präzision und Know-how. Bevor der Bodenbelag aus Colorex-PVC-Fliesen hergestellt werden konnte, wurden auf dem Zementestrich Ableitbänder aus Kupfer verlegt, um das Entstehen von elektrostatischer Aufladung zu verhindern, die während eines chirurgischen Eingriffs sowohl für den Patienten als auch für das OP-Team lebensgefährlich sein kann. Für das Verkleben der Bodenfliesen musste deshalb ein spezieller ableitfähiger Klebstoff verwendet werden.
Das Verschweißen der PVC-Bodenfliesen
im Fugenbereich sowie die
Silikon-Versiegelung der Fugen
zwischen Bodenbelag und herausragenden
Bauelementen (z.B.
Wände und Türzargen) musste
mit größter Akribie und Sorgfalt
durchgeführt werden, um die
hygienischen Anforderungen zu
erfüllen. Das gilt im Übrigen auch
für den Fußboden im Flurbereich,
der bis zum Übergang an den
bestehenden Intensivbereich
ausgeführt wurde. Vor der Übergabe des fertig gestellten Gewerks wurde der
Bodenbelag mit einer High-Speed-Poliermaschine eingepflegt, um einen
optimalen Oberflächenschutz zu erzielen, der Verunreinigungen entgegen
wirkt und die nachfolgende Pflege des Fußbodens erleichtert.

