



Imprägnierungen
Imprägnierungen werden eingesetzt, um die Oberflächenstruktur eines Estrichs zu festigen und eine verschleißfeste, pflegeleichte und saubere Oberfläche zu erzielen. Die Imprägnierung ist für ruhende Lasten und rollende Bewegungen geeignet, stoß- und schlagfest und kann bei entsprechendem Untergrund mit einem Gabelstapler befahren werden.
Imprägnierungen werden überwiegend in Gewerbe- und Industriebetrieben, in Lagerhallen, Garagen und für Kellerräume im privaten Wohnungsbau eingesetzt. Um eine dauerhafte Imprägnierung sicherzustellen, ist eine hohe Eindringtiefe erforderlich. Damit sich die Kunstharze unlösbar mit dem Estrich verbinden können, muss dieser ein offenes Kapillarporengefüge besitzen. Deshalb sollt der Estrich vor dem Aufbringen der Imprägnierung geschliffen und abgesaugt werden.
Je nach Porosität und Saugfähigkeit des Untergrundes dringt die Imprägnierung 0,5 bis 3 mm in den Estrich ein und verdichtet die Oberfläche. Die unterschiedliche Saugfähigkeit hat allerdings eine Fleckenbildung zur Folge, die die Optik des Bodens beeinträchtigt. Für Böden, bei denen neben der Funktionalität und Belastbarkeit auch Ansprüche an die Optik der Oberfläche gestellt werden, sind Imprägnierungen deshalb nicht unbedingt zu empfehlen. Um die Fleckenbildung zu verhindern, können den Imprägnierungen Farbpigmente zugesetzt werden, die allerdings die Tiefenwirkung der Imprägnierung geringfügig reduzieren.


