ESTRICH

Verbundestrich

Verbundestrich wird als Zementestrich ausgeführt und mit Hilfe einer Haftbrücke auf den Untergrund aufgebracht. Der vorhandene Untergrund muss zur Aufnahme eines Verbundestrichs geeignet sein, da ansonsten die Verbindung zwischen Estrich und Untergrund nicht gewährleistet ist. Bei zu glatten Untergründen ist deshalb eine Vorbehandlung durch Kugelstrahlen oder Fräsen erforderlich. Das zur anschließenden Hochdruckreinigung verwendete Wasser muss von dem kugelgestrahlten bzw. gefrästen Untergrund vollständig abgesaugt werden. Nach der sorgfältigen Vorbehandlung wird eine Haftbrücke auf den Untergrund aufgetragen und der Estrich im Anschluss daran "frisch in frisch" verlegt. Mit entsprechender Vergütung zeichnet sich der Verbundestrich durch hohe Festigkeit und hohen Abnutzungswiderstand aus. Er ist nach 3 Tagen begehbar und kann nach 28 Tagen voll belastet werden. Wenn es schnell gehen muss (z.B. bei Sanierungen beschädigter Böden) ist der Einsatz eines Schnellzement-Verbundestrichs (siehe unten) zu empfehlen. Der Verbundestrich kann durch entsprechende Zusätze, durch Tiefenimprägnierung oder Hartkorneinstreuung, als fertiger Endbelag benutzt oder mit einem Oberbelag (z.B. Keramikfliesen) versehen werden.


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Estrich auf Trennlage



Der Estrich auf Trennlage wird als Zementestrich ausgeführt und durch eine Trennlage vom Untergrund getrennt. Dieses Estrichsystem wird dann eingesetzt, wenn der vorhandene Untergrund keinen Verbund zulässt oder der Aufwand, einen Verbund herzustellen, zu groß ist. Darüber hinaus wird dieser Estrich eingesetzt, wenn keine Trittschall- oder Wärmedämmung erforderlich ist, zum Beispiel bei Fußböden in Keller- oder Lagerräumen. Ebenso wie bei den schwimmenden Estrichen muss an den aufsteigenden Bauteilen (z.B. Wände, Pfosten etc.) ein Randstreifen befestigt werden, um dem Estrich die Möglichkeit zur Bewegung zu bieten. Um Bewegungsrisse zu vermeiden, wird zwischen Estrich und Untergrund eine Trennlage verlegt.


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Schwimmender Estrich auf Dämmung


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Schwimmende Estriche werden auf einer durchgängigen Trittschall- oder Wärmedämmung verlegt. Laut Bezeichnung dieses Systems, "schwimmt" dieser Estrich auf dem Untergrund. Dadurch können Bewegungen des Estrichbodens, z.B. durch Schwinden oder Temperaturschwankungen, ausgeglichen werden. Aus diesem Grund muss der Estrichboden von allen aufsteigenden Bauteilen (Wänden, Treppen, etc.) mit einem Randstreifen getrennt werden. Darüber hinaus sollte bei einem schwimmenden Estrich unterhalb der Dämmschicht eine weitere Abdichtung (nach DIN 18195, Teil 5 erfolgen, um die Konstruktion gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Untergrund zu schützen.


Zementheizestrich



Dieses Estrichsystem ist die kostengünstige Lösung zur Herstellung eines Bodens mit integrierter Fußbodenheizung, auf dem anschließend ein Bodenbelag verlegt wird. Im Vergleich zu anderen Estrichsystemen besteht allerdings eine höhere Verformungsneigung während der Abbindezeit. Es können nur vergleichsweise kleine Flächen verlegt werden. Bei großflächigen Räumen ist dieses System deshalb nicht unbedingt zu empfehlen, da viele Dehnungsfugen erforderlich sind. Dieser Estrichboden ist innerhalb von 3 Tagen begehbar; eine uneingeschränkte Nutzung ist nach ca. 6 Wochen gewährleistet. Dieser Estrichboden kann nach 21 Tagen aufgeheizt werden.


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Calciumsulfat-Heizestrich



Hierbei handelt es sich um ein verformungsstabiles Estrichsystem (Anhydridestrich), das sich insbesondere für die Verlegung größerer Flächen ohne Dehnungsfugen eignet. Dieses Estrichsystem kann sowohl konventionell als auch im Fließverfahren eingebaut werden. Dieser Estrichboden kann nach 7 Tagen aufgeheizt werden.


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Sonderkonstruktionen



Neben den 3 klassischen Kategorien von Estrichböden kommen für besondere Einsatzzwecke spezielle Estrichsysteme zum Einsatz. Leichtestrich wird aus unterschiedlichen Materialien hergestellt und hat materialbedingt eine geringe Rohdichte. Kunstharzestrich ist eine Mischung aus Reaktionsharzen und Quarzsand. Er werden z.B. in der chemischen Industrie eingesetzt. Fertigteilestrich sind vorgefertigte Fußbodenelemente aus Gipsfaserplatten. Diese werden auf einer Ausgleichsschüttung verlegt.